Bücher, die man bei Kälte lesen muss (tatsächlich)

Jedes Jahr erfrieren Obdachlose im Winter. Um auf dieses Problem und die "Unsichtbarkeit" der Betroffenen aufmerksam zu machen, hat die gemeinnützige Kapuziner-Stiftung (Fundacja Kapucynska) ein ungewöhnliches Projekt umgesetzt: Das Buch "Unsichtbar" (zobacz niewidzialnych) enthält Geschichten, Gedichte, Essays und Gedanken von Obdachlosen, die die Suppenküche der Stiftung besuchten. Wenn man es aber öffnet, sieht man zunächst nur leere Seiten, denn das Buch kann nur unter den Umständen gelesen werden, unter denen die enthaltenen Texte entstanden, man muss sich die Texte "verdienen", indem man sich in die Lage der Autoren begibt: Die Schrift wird erst sichtbar, wenn man sich mit dem Buch ins Kalte begibt, weniger als Null Grad müssen es sein.

Auch die Aufmachung passt zum Thema: Das Cover des Buches besteht aus rauem Karton und Collagen aus Papierschnipseln, die aus dem Müll stammen könnten.


Sämtliche Einnahmen aus dem Verkauf kommen der Suppenküche der Stiftung zugute.

Kommentare

  1. Wahnsinn, was es nicht alles gibt.
    Danke für die Vorstellung!
    Liebe Grüße
    Lilly

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  2. Das ist ja mal eine gut durchdachte, aber auch heftige "Marketing"-Idee. Und toll, dass die Einnahmen gespendet werden. Ich bin begeistert :)

    LG Jessy

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  3. Huhu!

    Das ist eine grandiose Idee! Schade, dass es das Buch nicht auch auf deutsch gibt, hier wäre es auch eine gute Aktion.

    LG,
    Mikka

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  4. Das ist wirklich eine fantastische Idee, ich hätte nicht gedacht, dass sowas sich überhaupt umsetzen lässt und im Kontext der Entstehung ist das natürlich noch viel interessanter. Sehr cool!

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  5. Wow ♥ Eine wirklich tolle Idee und überaus interessant, dass sich so etwas auch tatsächlich technisch umsetzen lässt. Spannend!

    Liebe Grüße,
    Lisa von Prettytigers Bücherregal

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