Vom Umgang mit Literaturagenturen

Im Blog von Aisling Breith gibt es ein interessantes Interview mit Franka Zastrow von der Agentur Schlück, dem man einige gute Hinweise für den "Umgang" mit Agenturen entnehmen kann.
Speziell die Wichtigkeit des Anschreibens wird betont, aber auch die Fähigkeit der Autoren, Kritik anzunehmen, ihre Geschichte zusammen fassen zu können und sich auf ein Genre zu beschränken.

Was mich überrascht hat, war die Aussage, dass es nicht nur völlig legitim sondern sogar lohnenswert sei, direkt mehrere Agenturen gleichzeitig anzuschreiben, da die Antworten oft Wochen dauern - meiner Erfahrung nach sogar Monate, bzw. die Rückmeldung bleibt ganz aus. Ich hätte gedacht, dass die Agenturen mehr Wert darauf legen, ein Manuskript exklusiv zugesandt zu bekommen statt nur "eine unter vielen" zu sein, speziell da bei fast allen Agenturen die Information, wem das Manuskript zeitgleich vorliegt, explizit gefordert wird.
Rein psychologisch gesehen leuchtet die Vorgehensweise der gleichzeitigen "Streuung" aber vielleicht sogar ein, denn wenn man die Agenturen nacheinander anschreibt und dann jeweils angibt (angeben muss), bei welchen anderen Agenturen das Manuskript bereits abgelehnt wurde, kann vielleicht auch der Eindruck entstehen, dass die aktuell angeschrieben Agentur vielleicht nicht die "1. Wahl" des Autoren war, bei einer gleichzeitigen Einsendung ist diese Art Rangfolge ggf. nicht auszumachen.

Update 11.6.2013: Mittlerweile habe ich hier gelesen, dass Agenturen mit dem Satz, dass sie ein Manuskript exlusiv möchten, oft nur meinen, dass der Text nicht vorher schon an Verlage geschickt wurde. Das würde dann wieder grünes Licht für eine zeitgleiche Zusendung eines Manuskripts an mehrere Agenturen bedeuten.

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