Jeder kennt wahrscheinlich die typische "Betriebsblindheit", wenn es um eigene Texte geht. Da hat man ein und dasselbe Manuskript wieder und wieder gelesen, und trotzdem entdeckt ein Unbeteiligter auf Anhieb noch gravierende Mängel. Oder man hat den Text einige Zeit liegen lassen, nimmt die Arbeit später erneut auf und entdeckt sofort wieder Dinge, von denen man sich nicht erklären kann, wie so etwas durchgehen konnte. Hätte ich ein Geheimrezept, ich würde es gerne teilen, leider ist dem nicht so, trotzdem sind in der Einleitung schon zwei Tipps verborgen, die es den Fehler deutlich schwerer machen, im Text zu überleben: Andere lesen lassen ist wahrscheinlich die beste Möglichkeit, einen frischen Blick auf den eigenen Text zu erhalten, nicht nur was die Rechtschreibung angeht, auch Dinge, die einem selbst sonnenklar sind, anderen aber nur ein Stirnrunzeln entringen, fallen so auf. Auch zeitlicher Abstand hat bei mir schon oft Wunder gewirkt, da man den Text dann fast wi...