Erklär mir doch mal dein Buch

Fragen der Leser an den Autor sind oft seltsam: "Warum hat die Figur das denn nicht anders gemacht?", "Warum ist der Held denn so und nicht anders?" oder - sehr beliebt: "Was ist denn danach passiert? Wie geht es nach dem Ende weiter?".
Diese Fragen (speziell die letzte) unterstellen dem Autoren, dass er über Informationen verfügt, die er nicht gewillt ist, mit dem Leser zu teilen.
In meinem Fall kann ich nur sagen: Dem ist nicht so, das Buch ist genauso, wie es sein soll, und nur weil es ein paar offenen Fäden gibt oder Fragen, die man sich stellen kann, heißt das nicht, dass es darauf auch Antworten gibt. Wenn es diese gäbe, würden sie im Buch beantwortet werden. Verständnisfragen sind davon natürlich ausgenommen, aber Fragen nach dem Fortgang der Geschichte nach dem Ende des Buches oder nach den Gründen für die Entwicklung eines Charakters kann ich tatsächlich nicht beantworten.

(Möglicher Einwand: "Aber bei Serien kann man doch nach dem Ende des ersten Buchs fragen, wie es im zweiten weitergeht." Ok. Aber ich schreibe  keine Serien, und die Fragen hören nach dem Ende der letzten Folge bestimmt trotzdem nicht auf.)

Kommentare

  1. Ich finde dass das grade das Schöne an Literatur ist. :-) Man liest etwas und kann sich dann Gedanken darüber machen, das Ende weiter spinnen. :-)
    In diesem Sinne, Danke für die ehrlichen Gedanken. ^^
    Liebe Grüße,
    Alice

    AntwortenLöschen
  2. Gibt es überhaupt Bücher, wo am Ende KEINE Frage mehr zu stellen ist? Ich denke mal nicht, es sei denn, alle Protagonisten wären tot und es wurden alle Einzelheiten die zu deren Tod führen haarklein aufgeschrieben.
    Aber WER will solche Bücher lesen?
    Bücher in denen Personen leben - und das tun sie - geben immer Fragen am Ende auf und sei es auch nur die Frage wie ihr Leben weiter geht. Ich selber lese nur sehr ungern Serien oder Mehrteiler und mir ist ein Buch alle mal lieber, wo ich am Ende noch so meinen Gedanken nachhängen kann.
    Liebe Grüße von der Nordsee,
    Su

    AntwortenLöschen
  3. Das sehe ich genauso, manche Leser wollen aber offenbar immer alles zu Ende erklärt haben. Das ist - zugegebenermaßen - die Minderheit, aber sie viel auf :)

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

App-Empfehlung: Book Catalogue

Eine unmenschliche Anzahl von Büchern, die man gelesen haben sollte

Bukowski: Find what you love and let it kill you