Hattet ihr schon mal eine Leseflaute? (Montagsfrage)

Die Frage ist, bezogen auf Bücher, schnell beantwortet: Ja, eine. Die dauerte dafür mehrere Jahre und wurde mit einem Schlag wieder beendet.
Das kam so: Als Kind/Jugendlicher habe ich immer und auch immer viel gelesen. Als ich dann aber meinen ersten Computer bekam, war es mit dem Lesen vorbei, meine Zeit wurde fortan anderen Dingen gewidmet. Allerdings handelte es sich eher um eine Bücherflaute als um eine Leseflaute, denn mit dem neuen Computer war ich relativ früh unterwegs in digitalen Netzen, in denen man sich mangels technischer Möglichkeiten hauptsächlich mit Texten beschäftigte (lesend und schreibend), d.h. das Lesen wurde wie das Schreiben nur in ein anderes Medium verlagert, die gedruckte Literatur wurde ersetzt durch das Lesen von Selbstgeschriebenem (Kurzgeschichten, Essays, Satiren) der anderen Nutzer.
Beendet wurde die Buchflaute dadurch, dass ich folgenden Klassiker geschenkt bekam, und zwar mit der Zielsetzung, mich wieder ans (Buch)lesen zu bringen (tatsächlich):


Das hat grandios funktioniert, im Anschluss habe ich mich wieder verstärkt der Literatur zugewendet, ohne den digitalen Netzen den Rücken zu kehren - wie man sieht - und bin dabei geblieben.
Seitdem habe ich kaum einen Trödelmarkt ausgelassen, um meine Regale zu füllen und besitze jetzt noch ungelesene Bücher (denen ich allerdings vehement zu Leibe rücke), die ich vor über 15 Jahren gekauft habe. Aber ich arbeite daran, im letzten Jahr habe ich 90 Bücher gelesen, eine Leseflaute ist noch lange nicht in Sicht. Auch dass mir neuer Stoff ausgeht, glaube ich kaum, wie ich "neue" Autoren finde, habe ich hier beschrieben, da ist noch Luft nach oben.

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