Wo befindest du dich geographisch gerade in deiner Lektüre? (Montagsfrage)

Da ich gerade einen meiner Romane Korrektur lese, kann ich die Frage sehr präzise beantworten - andererseits wiederum aber überhaupt nicht: Die Protagonisten befinden sich an einem Strand, sitzen an einem Lagerfeuer und spielen "Wahrheit der Pflicht" in dessen Verlauf eine Frage gestellt wird, die die ganze Erzählung prägt.
Zurück zur Frage der geographische Lage: Wo dieser Strand liegt, wird nicht gesagt, auch die später im Roman auftauchenden Orte werde nicht namentlich genannt. Es geht mir oft so, dass ich zwar bestimmte Orte im Kopf habe, diese aber nicht nenne, weil es für den Handlungsablauf unerheblich ist und meiner Meinung nach das Bild im Kopf des Lesers zu stark festlegen würde, wenn ich z.B. einen Städtenamen oder den Namen einer Landschaft nenne, die der Leser schon kennt. Daher gibt es immer wieder Beschreibungen, die aus den unterschiedlichsten Eindrücken zusammengesetzt sind und einen Ort "formen", diesen gibt es aber oft (so) nicht in der Realität. So kommt es, dass Orte z.B. nur "eine große Stadt" heißen, wenn es sich um eine solche handelt und die konkreten "Kulissen" dann detailliert beschrieben werden, um ein Bild zu vermitteln, das ohne Voreingenommenheit im Leser selbst entstehen kann.

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