Bücher nicht zu Ende lesen?

Es kommt vor, dass ich von den vielen Büchern, die ich lese, das ein oder andere auch schon einmal abbreche, ohne es zu Ende zu lesen. Das kommt sehr selten vor, denn zum einen ist die Auswahl der zu lesenden Bücher sehr sorgfältig (wie ich meine), d.h. ich informiere mich vorher über das Buch oder weiß um die Vorlieben desjenigen, der mir das Buch empfohlen hat. Zum anderen lese ich selbst Bücher, die ich nicht auf Anhieb toll finde, meist zu Ende, einfach nur, um zu wissen, wie es endet und dem Autor eine Chance zu geben, die Geschichte noch zu retten. Das funktioniert leider nicht immer, dann ärgere ich mich über die verschwendete Zeit, in der ich ein anderes, besseres Buch hätte lesen können.
Interessant finde ich, dass ich als Kind gar nicht darauf gekommen wäre, dass man Bücher auch nicht zu Ende lesen kann, ich kannte nur: Anfangen, Durchlesen bis zum Ende, Nächstes. Als ich aber einmal ein Buch geschenkt bekam, das mir überhaupt nicht gefiel, weil einfach die ganze Zeit nichts passierte, ich aber befürchtete, dass derjenige, der mir das Buch geschenkt hatte, mich danach fragen würde, habe ich mich tatsächlich lange durchgekämpft. Schließlich sagte ich jemanden, dass mir das Buch nicht gefielt, und er sagte den entscheidenden Satz: "Dann hör doch auf zu lesen." Das hat einiges geändert, wenn ich auch nicht oft davon Gebrauch mache.
Wenn es dann aber soweit ist, bleibt trotzdem ein mulmiges Gefühl. Habe ich etwas verpasst? Habe ich dem Autor/dem Buch Unrecht getan? War ich vielleicht einfach nur nicht in der Stimmung für dieses Buch zu diesem Zeitpunkt? Trotzdem hab ich noch kein Buch, was ich abgebrochen habe, später wieder zur Hand genommen, dafür habe ich einfach viel zu viele Bücher (bereits im Schrank stehen und noch auf der Liste derer, die ich unbedingt noch lesen möchte).

Naja, ohne Pointe und Resumé: Das musste raus. Beispiele für abgebrochene Bücher gibt es an dieser Stelle keine, das hier ist ein Autoren-Blog, kein Rezensions-Blog :)


EDIT 3.7.14, ein passendes Zitat aus der Feder von Goethe:
"Man liest zu viel geringe Sachen, womit man die Zeit verdirbt und wovon man weiter nichts hat. Man sollte eigentlich immer nur das lesen, was man bewundert."

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